Diese Seite ist eine rein private Seite, um Einwohnern, Zuzüglern und Gästen unser Bredow näher zu bringen. Im Jahr 2008 feierte Bredow sein 800-jähriges Bestehen.
Die Geschichte Brandenburgs ist
hier in Wikipedia dargestellt.
Oftmals hatten einige noch keinen Nachnamen, wie
Anna die Näherin,
Maria die Kälberhirtin oder
Jacob der Reisener,
Adam der Schweinehirt. Bei einigen hat er einfach den Nachnamen vergessen. Das kann man öfter nachlesen. Nach der Nennung des "Adam des Schweinehirten" taucht 3 Monate später ein Pate auf: "Adam Dunke, Schweinehirt". Ich gebe Brief und Siegel darauf, das ist er!
Die Geschichte der
Pfarrer von Bredow beginnt 1208 mit
Pfarrer Dietrich. Der früheste nachgewiesene Einwohner Bredows ist der Bauer
Krüger im Jahre 1451. Das geht aus dem Landregister des Kurfürsten Friedrich II. hervor. Anthonius Merten von Bredow wird 1582 Neubürger in Spandau. Der älteste Einwohner laut Kirchenbuch ist die
Margaretha Kerkow, geboren 1599. Im Kirchenbuch St. Nicolai in Spandau findet sich der Nachweis über die Hochzeit "Andreas Zitemann von Bredow oo 7. April 1599 Catharina Boy, Witwe des David Riprecht".
Besonders häufig vertreten sind die Namen: Zietemann, Mehls, Mette, Schulze und Sommerfeld.
Aus dem Jahre 1551 ist eine Dorfordnung bekannt. Siehe Bardey
hier.
Das Kirchenbuch beginnt mit seinen Eintragungen im Jahre 1659. Der Stand vom 11.11.2007 liegt im Kirchenbuch beim Datum vom 08.11.1686.
Mit 17 Paten war der Sohn des Erbkrügers und Gerichtsschulzen von Bredow, Johann August Friedrich Wilhelm Krüger, reich gesegnet. Den zweiten Platz belegte
Dorothea Pful. Sie wurde geboren als uneheliches Kind am 22.01.1670 und hatte 15 Paten.
Margarethe Mels hatte mit 23 Patenkindern die meisten. Hier ein gutes Beispiel für die Zusammensetzung der Paten aus Verwandten und dem eigenen Berufsstand bei
Christian Bellin. Der Schneider
Christoff Kistenmacher muss wohl ein kleiner Modezar gewesen sein. Als Paten kam nur der höchste Adel der Gegend in Frage.
Im Kirchenbuch steht der Vorname "Gottlieb". Bei den Paten und Kindern habe ich noch keinen Verdacht geschöpft. Für mich waren das alles Männer. Erst als Caspar Cappert mit Gottlieb Mette verheiratet wurde, dachte ich an Sodom und Gomorrha. Und das in unserem Dorfe und auch noch vom Pfarrer geduldet. Gott sei Dank klärte mich unsere Pfarrerin, Frau Johannes, über den weiblichen Vornamen Gottlieb auf. Vorsichtshalber habe ich ihn Gottliebe geschrieben, damit kein anderer an der Tugendhaftigkeit unserer Bewohner in damaliger Zeit zweifelt. ;-)
Aus dem Jahre 1767 datiert eine Geschichte über den Küster von Bredow. Siehe
hier.
Der Lehrer
J.Grothe hat in seiner Eigenschaft als kommissarischer Gemeindevorsteher von 1874 bis 1880 ein sogenanntes
Lagerbuch geschrieben. Es sollte eine Hilfestellung sein, für seine Nachfolger, um sich zeitraubende Fragen über die Verhältnisse im Dorf und seine Entwicklung, zu ersparen. Im Jahre 1947 schrieb Herr
Werner Pardemann das Lagerbuch ab. Danach wurde es mehrmals kopiert. Diese Kopie der Abschrift wird zur Zeit von mir wieder abgeschrieben und laufend
hier... aktualisiert.
Die Zeitungen des Jahres 1877 berichten von Einzelfunden des Kartoffelkäfers. Es werden strenge Vorschriften erlassen, um die Ausbreitung zu verhindern. Heute wissen wir: Es hat nicht geholfen.
Ein bis heute ungeklärter Fall ereignete sich im Juli 1877. Bis heute hat sich keiner gemeldet. (
hier)
Im Jahre 1892 erschien das Buch "Geschichte von Nauen und Osthavelland" von
Dr. Ernst Georg Bardey. Sein Artikel über Bredow ist
hier zu lesen. Ernst Georg Bardey wurde in Liepe bei Dömitz geboren. Seine erste Schulbildung erhielt er durch seinen Vater, 1869 wurde er von seinem Onkel nach Brandenburg geholt, wo u.a. auch ein anderer Onkel, der Mathematiker Ernst Bardey, sich um seine Erziehung und Ausbildung kümmerte. In Brandenburg gelang es ihm, auf dem Gymnasium die Sexta, Quinta, Quarta und Obertertia jeweils in einem halben Jahr zu absolvieren. Die übrigen Klassen absolvierte er in der üblichen Zeit. Um 1875 studierte er an der Universität in Leipzig Geschichte, Geographie, Deutsch sowie klassische Philologie und leistete gleichzeitig seinen Militärdienst beim 107.Infanterie-Regiment ab. 1880 bestand er in Leipzig seine historisch-philologische Staatsprüfung und widmete sich dann dem Lehrerberuf. Zuerst war er in Schwedt an der Oder tätig, wo er sein Probejahr ableistete. 1882 wurde er ordentlicher Lehrer am Realgymnasium in
Nauen, wo er bis zur Pensionierung tätig war. 1884 erwarb er in Rostock den Doktortitel (für Philosophie). 1885 heiratete er. Während der Schulferien bereiste er mehrere Länder Europas, z.B. England, Frankreich, Schweden usw. 1900 wurde Bardey pensioniert und widmete sich dann historischen Forschungen. Bardey schrieb einige Geschichtsbücher, zumeist für Gymnasien.