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BREDOW - Höfe und Gebäude | Das Schloß und das Gut von Bredow



 
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Amtsblatt Potsdam, 06.07.1838: "Der Rittergutsbesitzer Herr v. Bredow auf Bredow beabsichtigt, in dem Brau- und Brennereigebäude auf seinem Gute einen Dampfkessel von circa vier Pferde Kraft aufzustellen."

1856 im April wurde ein Pflug-Torfstecher gesucht. Im September 1856 stand folgendes Inserat im OHV-Kreisblatt: Für den Preis von 12 Thlr. Pro Wispel kauft das Rittergut Bredow jedes Quantum guthe rothe Kartoffeln.

Nr. 84 (1856) S. 332: Gute Landmilch vom Rittergute Bredow ist täglich frisch zu haben bei der Wittwe Bree in Nauen, an der Berliner Chaussee, im Hause des Tischlermeisters Herrn Koblin.

Nr. 69 (1857) S. 276: "Auf dem Rittergute Bredow sind von jetzt an Gänse von den Stoppeln zum Preise von 1 Thlr. 5 Sgr zu verkaufen. (September 1857)".

Nr. 82 (1857) Beilage: "Auf dem Rittergute Bredow sind alte Zuchtgänse wegen Verringerung der Zucht zu verkaufen. Das Nähere bei der Wirthschafterin Madam Peisker daselbst."

Nr. 90 S. 358: "Auction in Bredow bei Nauen
Am Montag, den 23. November d. J. (1857),
von Vormittags 10 Uhr ab, und an den folgenden Tagen
sollen auf dem Rittergute Bredow bei Nauen aus dem Nachlasse des Rittergutsbesitzers von Bredow 4 Kutschpferde, ein Reitpferd, einige alte Mutterstuten, 7 bis 8 Fohlen, 1 ½ bis 3 ½ jährig, 3 Kutschwagen, Möbeln, Hausgeräthe, Glas, plattirte Sachen, altes Ackergeräthe, verschiedene Treibhauspflanzen öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung verkauft werden.
BÖTTCHER, Kreisgerichts-Secretair, im Auftrage"
(Eberhard Alexander von Bredow verstorben)

Nr. 55 (1858) S. 220: Bekanntmachung
Sonnabend, als den 24sten d. M., soll in Bredow auf dem Rittergute in der Inspector-Stube, Nachmittags 3 Uhr, das auf dem Wege von Bredow bis zur Ceestower Grenze an den Bäumen befindliche Obst, als Birnen und etwas Äpfel, meistbietend verpachtet werden, wozu Pachtlustige ergebenst eingeladen werden.
Die Administration, Freiherr von Monteton

Nr. 30 S. 120: Zwei Burschen, die eingesegnet sind, werden zum Pflügen und andern ihren Kräften angemessenen Arbeiten verlangt auf dem Rittergute Bredow bei Nauen. (April 1859)

Auf dem Dominium Bredow sind Zucht- und junge Gänse zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei Madame Werner das. (September 1859)

Nr. 93 S. 372: Ein tüchtiger Schäferknecht findet sogleich eine Stelle auf dem Dominio Bredow bei Nauen. Hierauf Reflectirende können sich melden bei dem Schafmeister Neie daselbst. (Nov. 1859)

Nr. 15 S. 60: Dienstag den 25sten d. M., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Hofe des Rittergutes Bredow 6 Klafter Roth- und Weißbuchenholz, - vorzüglich für Drechsler, Stellmacher, Müller etc. geeignet - öffentlich meistbietend gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden.
Mittwoch den 26sten d. M., Vormitt. 10 ½ Uhr, sollen in dem Bredower Forst-Reviere, unweit des Forsthauses, 46 Stück buchene, eichene, birkene und ellerne Nutzhölzer, sowie anderthalb Klafter Buchen-Nutzholz, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden.

Die Administration von Bredow (Feb. 1861)
Im Februar 1863: "Sonnabend, den 21sten d. M. sollen in der Bredower Forst, unweit der Försterei, 17 buchene und 24 birkene Nutzenden, 1 Espe, 4 Klafter Weißbuchen-Nutzholz und mehrere Klafter Stubbenholz öffentlich meistbietend verkauft werden. Anfang der Auction ist um 10 Uhr und werden die näheren Bedingungen dort bekannt gemacht.
Die Administration des Ritterguts Bredow"
Im März 1863: "Auf dem Rittergute Bredow wird zu Urbani ein Schäferknecht verlangt. Reflectirende haben sich zu melden bei dem Schafmeister Neie daselbst."
Im September 1863: "Auf dem Dominium Bredow wird ein erster Kuhknecht gesucht. Jährliches Lohn 45 Thlr. und Nebeneinkünfte." und "Auf dem Dominium Bredow werden zu Neujahr Dröscher gesucht."

Im Juni 1864 werden auf dem Dominium noch Torfstecher gesucht. Im Juli folgednes Inserat: "Auf dem Dominium Bredow stehen 200 Stück Mutterschafe, größthenteils zur Zuzucht verwendbar, sowie 100 Stück Hammel zum Verkauf."

Im März 1865 erschien folgendes Inserat: "Verpachtung
Der unmittelbar am Dorfe belegene Gutsgarten, in dem früher Handelsgärtnerei betrieben wurde, soll entweder im Ganzen oder parzellenweise verpachtet werden. Pachtlustige erfahren das Nähere auf dem Dominium.
Bredow, den 7. März 1865
Die Guts-Administration"

Wichard von Bredow erwarb am 09.02.1866 die aus 5 Hufen bestehende Wirtschaft Grunewald für 56.000 Taler. Diese Wirtschaft setzte sich zusammen aus dem Land der Zweihüfner Döring und Sucht und dem Einhüfner Buntebart.
Später erwarb er die Zweihufenwirtschaft von Nölte für 29.000 Taler und die J. Sommerfeld'sche Dreihüfner-Wirtschaft für 47.000 Taler. Zu dieser gehörte auch eine Wiese, die Joachim gemeinsam mit Carl Sommerfeld erwarb.
Im Juli 1866 wird berichtet, dass Herr v. Bredow 4 Kranke aus dem Lazarett Nauen aufgenommen hat. (hier). Diese bedankten sich öffentlich am 15.08.1866 (hier). Im Dezember sucht das Dominium "einen Brennerknecht bei gutem Lohn".

Januar 1872: "Ein junges anständiges Mädchen, welches Lust hat, die Wirthschaft zu erlernen, kann sich auf dem Gute in Bredow bei der Wirthschafterin melden."
Im Februar: "Zwei Arbeiterfamilien (als Drescher) finden Arbeit und Wohnung auf dem Dom. Bredow."

Im Oktober 1873 wurden auf dem Dominium drei Brennerknechte gesucht. Ihr Lohn sollte 65 Thaler betragen und Nebeneinnahmen, die nicht näher erläutert wurden.

Auf dem Dominium Bredow werden zum 1. October einige Drescherfamilien verlangt. Das Dominium.

Am 13.05.1877 brannte es auf dem Gutshof. Der Jungviehof und der Ochsenstall brannten aus. (hier)

1878 wurde Material aus der Brennerei gestohlen (hier). 1879 kaufte er zwei zu der ehemals Kossät Kähne'schen, zuletzt Jude Behrend'schen Kossätenwirtschaft gehörige Wiesen, die Landwiese und die Berglakenwiese.
Den Wiesenanteil von Carl Sommerfeld kaufte Wichard von Bredow am 01.07.1880 für 1.200 Taler.


Ein Brief des Ortsgruppenwalters der Ortsbruppe Bredow b/Nauen der NS-Volkswohlfahrt, Paul Ihde an die Verwaltung des Rittergutes Bredow:
An die Verwaltung des Rittergutes Bredow
Auf Anordnung des Kreiswalters des W.H.W., d. Steppenbeck, Brieselang, soll Ende dieser oder Anfang nächster Woche das W.H.W. Brotgetreide abgeliefert werden. Ich bitte, die zu liefernde Getreidemenge auf Grund des Einheitswertes (für 100 kn = 10 Pf) für die Ablieferung bereitzuhalten. Die schon gelieferten 60 ztr. an die hiesige Ortsgruppe der N.S.V. sind in Abzug zu bringen.
mit Heil Hitler!
P. Ihde
Vorderseite  Rückseite
Verschiedene Ansichten des Schlosses:


Undatierte Ansicht.

Ansicht vom Park aus   Ansicht vom Park aus

 Im Vergleich mit dem ersten Bild, vielleicht kurz vor der Renovierung.


Parkansicht des Schlosses

Ansicht aus dem Jahre 1840  Das einzige Bild der Kirche vor dem großen Brand 1859. Das Gemälde stammt aus dem Jahre 1840.




Ansichten des Gutshofes nach der Wende, von der LPG heruntergewirtschaftet. Links die Brennerei. Kurzzeitig wurde eine Firma betrieben, die Steine verkaufte. Fotos von Mike Marszalkowski.

Brennerei  Gutshof nach der Wende    Verkauf von Steinen



In den Ruinen wurde der "Polizeiruf 110" gedreht. Im Bild links Dolly Buster. Im rechten Bild mit Horst Krause.

Dolly Buster  Dolly Buster und Horst Krause



Nachdem außer einem Gebäude alles abgerissen wurde, sah es so aus:

Platz beräumt  Die linke Seite



Vor und nach der Renovierung der beiden Seitenflügel des Schlosses.



Der linke Flügel



Der linke Flügel vor der Erneuerung

   

 
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